Eines der am schlimmsten von AIDS betroffenen Länder der Welt ist das kleine Königreich Swaziland. Im südlichen Afrika gelegen hat Swaziland derzeit etwa eine Million Einwohner, von denen in der Gruppe der unter 35-Jährigen etwa die Hälfte HlV-infiziert sind. Leidtragende sind besonders die Kinder, die nach dem Tod der Eltern als Aids-Waisen zurückbleiben. Ihre Zahl ist im Jahr 2010 auf 125.000 angestiegen. Es gibt Dörfer, in denen kaum noch Erwachsene leben, weil viele Eltern an den Folgen von AIDS gestorben sind und die traditionellen sozialen Auffangsysteme die Waisen nicht mehr versorgen können. So bleiben viele Kinder aus Mangel an Möglichkeiten sich selbst überlassen und jährlich sterben viele tausend Kinder in Swaziland an Mangelernährung und Krankheiten. Durch die unzureichende Bildung und Aufklärung infizieren sich viele Waisenkinder zudem neu mit dem Virus und der Teufelskreis AIDS dreht sich weiter.